Rod & Gun Club des US-Militärs

Die hier gezeigte Liegenschaft gehörte bis 2013 dem US-Militär und wurde als Rod & Gun Club zur Freizeitbeschäftigung der ortsansässigen Militärangehörigen genutzt. Mit dem Abzug großer Truppenteile gab es dann im Jahr 2013 nach über 40 Jahren keinen Bedarf für den Weiterbetrieb und Erhalt des Clubs, der auch bei deutschen Staatsangehörigen als Schießplatz und Clubhaus durchaus beliebt war.

Obwohl es sich um eine Anlage des US-Militärs handelte durften sowohl Schießplatz als auch Clubhaus auch von Deutschen besucht werden. Tabu für Deutsche war lediglich der US Army-eigene Shop, in dem insbesondere auch Schusswaffen und Munition an die Armeeangehörigen verkauft wurden. Andere Waren, wie T-Shirts oder Jacken, durften offiziell zwar auch nur an Mitglieder der US Army verkauft werden, fanden praktisch jedoch auch ihren Weg in die deutsche Bevölkerung. Auch ein Bogenschützenclub, gegründet in den 70ern von Deutschen und Amerikanern, durfte das Gelände beziehungsweise Teile des Geländes für den Trainingsbetrieb nutzen, bis es von der Bundesimmobilienverwaltung übernommen wurde. Seither stand dem Verein kein Gelände mehr zur Verfügung.

Die Bundesimmobilienverwaltung plant schon länger den Rückbau und die Renaturierung des Geländes. Mit Stand Frühjahr 2021 ist erneut Bewegung in die Sache gekommen und der Rückbau soll noch dieses Jahr stattfanden. Besonders schade hierbei: Obwohl man Teile des Mobiliars verkauft hat, besteht quasi keine Chance auf Rettung des großen Gemäldes, welche das Clubhaus schmückt. Trotz des zu sehenden Rahmens handelt es sich nämlich um eine direkte Wandbemalung, um die lediglich ein falscher Bilderrahmen gebaut wurde. Mit Abriss der Gebäude wird somit auch die Alpenlandschaft dem Abrissbagger zum Opfer fallen.

Die komplette Bildergalerie von unserem Besuch im Juli 2021: